Thema: Diskussionsrunde zum Thema „Wie das Auto zur Ikone wird“
Sind Opel-Kunden tatsächlich „immer gut gelaunte Biedermänner“, wie eine Markentypologisierung für die Fahrer verschiedener Automarken zu wissen vorgibt? Alain Visser meinte: „Wir sind mit unseren Kunden jedenfalls sehr zufrieden. Diese Typisierung ist natürlich ein Klischee, und Klischees müssen nicht immer zu hundert Prozent falsch sein.“ Matthias Penzel hielt dagegen: „Es lässt sich tendenziell vorhersagen, welcher Fahrer bei gelb bremst und schon bei grün langsamer fährt.“
Diese und ähnlich kreative Fragen diskutierte eine sachverständige Runde unter der Leitung von ZDF-Moderator Volker Panzer in der Opel-Werkhalle A1 - im Herzen des „Opelland-Kontinents“, wie der Kunstprofessor Dr. Beat Wyss die exponierte Lage des Veranstaltungsorts im Herzen von Rüsselsheim charakterisierte.
Neben dem Kunstprofessor sowie Verkaufs- und Marketingvorstand Alain Visser und dem Schriftsteller und Autojournalisten Matthias Penzel gesellte sich Designchef Mark Adams zu der profunden Diskussionsrunde, die für unterhaltsame Kurzweil sorgte und deren Thema eigentlich lautete: „Wie das Auto zur Ikone wird.“
Kunstprofessor Wyss skizzierte zu Beginn das Paradoxon der Auto-Ikone als Selbstbild des Fahrers: „Mit dem Auto repräsentiere ich mich ganz intim in der Öffentlichkeit. Nur kann ich heute meist nicht mehr direkt vor der Bar parken, in die ich dann gehe.“
Ikonen, darin waren sich alle einig, lassen sich nicht planen. Autor Penzel strukturierte die 125-jährige Automobilgeschichte und identifizierte die 60er Jahre als Hoch-Zeit des Automobils: Mit ihrer Lust am Verrückten erwiesen sich Automobile quasi als Grenzüberschreiter und sogar als Emanzipationsbereiter.
Natürlich würde auch Mark Adams liebend gern heute die Ikonen von morgen kreieren. Allein: Die Designerfreiheit ist heute durch gesetzliche Vorgaben, Wettbewerb und Kostenbeschränkungen begrenzt. Dennoch ist sein Anspruch, Autos mit Seele zu designen, „die sich durch ästhetisch ansprechende Formen auszeichnen und eine emotionale Botschaft verkörpern“. Für die Gegenwart repräsentiere diese Botschaft der Meriva. Und der Ampera, das erste alltagstaugliche Elektroauto mit Reichweitenver- längerung, hat nach Adams Einschätzung das Potenzial, einmal zur Ikone zu werden.
Ob Ikone oder nur Auto: Für Alain Visser ist die Emotion die wichtigste Kaufentscheidung. Und genau hier müsse Opel als Volumenhersteller ansetzen: „Wir wollen Opel als deutschen Hersteller mit Pfiff“ positionieren. Das Unternehmen sei dabei nach der schwierigen Phase der Restrukturierung auf dem richtigen Weg. Die Mitarbeiter seien wieder stolz auf die Marke und ihre Fahrzeuge. Genau das, Loyalität und Leidenschaft von Opelanern und Händlern, verkörpere der Slogan „Wir sind Opel“. Diese Aufbruchstimmung gelte es zu nutzen.
Quelle: Opel NewsBlitz, 12. Mai 2011
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