Thema: Opel – mehr als eine Automarke

Öffentliche Gesprächsrunde der Adam Opel AG am 2. Mai 2011 um 19.00 Uhr in der Halle A1 am historischen Opel Hauptportal, Bahnhofsplatz, Rüsselsheim

Podiumsdiskussion zum Thema „Opel – mehr als eine Marke“

In der Werkhalle A1, im Herzen von Rüsselsheim – dort wo die automobile Opel-Tradition ihren Anfang nahm und das erste Fließband Europas die Automation im europäischen Automobilbau vorantrieb – genau hier diskutierten vier Opel-Kenner, Weggefährten und bekennende Opelfahrer am vergangenen Montagabend über das Thema: „Opel – mehr als eine Marke“. Diese Podiumsdiskussion fand im Rahmen der Ausstellung „Träume des Adam“ mit Werken von Hans Diebschlag statt. Teilnehmer der Runde waren Dr. Norbert Blüm (ehemaliger Bundesarbeitsminister, Hans Eichel (Ex-Bundesfinanzminister und ehemaliger hessischer Ministerpräsident), Hans Wilhelm Gäb (früherer Opel-Aufsichtsratschef) und Klaus Franz (Vorsitzender des Opel- Gesamtbetriebsrats).

Wie unterschiedlich sich das von Adam Opel gegründete Unternehmen in seiner mittlerweile 150-jährigen Geschichte positionieren würde, das hätte der Rüsselsheimer Industrie- pionier sicherlich nicht einmal zu träumen gewagt. Globalisierung, für den alten Adam ein Fremdwort und heute häufig negativ besetzt, ist für Klaus Franz, den Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrats, „etwas Wunderbares“, nämlich dann, wenn das Management es verstehe, unterschiedliche Kulturen zusammenzuführen: „Hier in Rüsselsheim arbeiten Menschen aus 39 Nationen und deren Identifikation mit Opel ist immens.“ Genau dieses Potential gelte es zu nutzen. „Denn wir besitzen Produkte, Fähigkeiten, Menschen und die Kompetenz – gerade mit unserem ‚German Engineering‘ – um innerhalb des GM-Konzerns und für GM in internationalen Wettbewerb treten zu können und diesen erfolgreich zu bestehen.“

Hans Wilhelm Gäb, ehemaliger Auf- sichtsratsvorsitzender der Adam Opel AG, blickte etwas wehmütig auf den Beginn der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Da war Opel unter den europäischen Automobilbauern die Nummer eins in Umsatz und Ertrag. Doch ausgerechnet das Ende des „Kalten Krieges“ betrachtet Gäb als markanten Einschnitt für die Traditionsmarke: „Die Amerikaner haben Globalisierung als Amerikanisierung missverstanden“. Mit der Konsequenz, so Gäb weiter, dass Opel habe mehr und mehr seine Eigenständigkeit aufgeben müssen. Norbert Blüm, gelernter Opel-Werkzeugmacher und ehemaliger Bundesarbeitsminister, sieht es ähnlich: „Globalisierung hat als reine Uniformierung keine Chance.“

Hans Eichel, ehemaliger Bundesfinanzminister und Ex-Ministerpräsident von Hessen, sieht den deutschen Export- erfolg als Beweis dafür an, dass dieser über die Qualität und nicht etwa über Preiswettbewerb stattfindet. „Wenn die Liebe zum Produkt aufhört, geht es mit einer Marke bergab.“ Und genau der Umkehrschluss sei Weg für Opel zurück auf die Erfolgsspur, nämlich die Liebe zum Produkt.

Opel – darin waren sich alle Diskussionsteilnehmer einig – besitze die Kompetenz und Glaubwürdigkeit für Fahrzeuge, die europäische Werte verkörperten, also Autos mit Seele und Identität. So appellierten alle eindringlich an die Einsicht bei den Verantwortlichen, dass der zukünftige Erfolg von Opel an die Möglichkeit gekoppelt sei, sich als globale Marke zu positionieren. Und Norbert Blüm schob für die Opel-Belegschaft hinterher: „Nutzt euer Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen im nächsten Jahr und demonstriert Zuversicht. Kunden wünschen und kaufen Produkte von sicheren Unternehmen.“

Am Dienstag, 10. Mai, um 19 Uhr, findet in der Halle A1 eine weitere Diskussionsrunde statt zum Thema „Wie das Auto zur Ikone wird – ein Dialog zwischen Kunst, Marketing und Auto-Design“. Die Teilnehmer, unter anderem Opel-Chefdesigner Mark Adams und Opel-Vertriebsvorstand Alain Visser, kommen aus den Bereichen Kunst, Design und Marketing.

Quelle: Opel NewsBlitz, 4. Mai 2011

 

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